Krapfen

Krapfen und Ausgezogene an Fasching

Die Geschichte der sĂŒĂŸen Kugel

Krapfen sind sĂŒĂŸ, rund und lecker. Zur Faschingszeit ist das runde SchmalzgebĂ€ck nicht wegzudenken. Schon die alten Römer und Ägypter kannten Krapfen und in der Antike war er ein klassischer Begleiter ausgelassener Feste.  Heute werden Krapfen traditionell zu Sylvester und im Fasching gegessen.

Der Krapfen mit Tradition

đŸ€ĄÂ FrĂŒher begannen die nĂ€rrischen Tage am „fetten Donnerstag", der heutigen Weiberfastnacht. 

đŸ€ĄÂ Den darauffolgenden Freitag nannte man den "rußigen Freitag". Der Name kommt daher, weil die Narren frĂŒher an diesem Tag versucht haben, den Leuten Ruß ins Gesicht zu schmieren.

đŸ€ĄÂ Der Faschingssamstag wurde auch der "schmalzige Samstag" genannt, denn an diesem Tag wurden die Faschingskrapfen fĂŒr den Faschingssonntag vor gebacken.  

đŸ€ĄÂ Da in der Fastenzeit Eier und Milchprodukte verboten waren,  musste vorher noch alles verbraucht werden.

Krapfen oder Berliner?Apfelballen

Das SchmalzgebĂ€ck hat viele Namen. WĂ€hrend der Krapfen in Berlin „Pfannkuchen“ heißt, nennt man ihn außerhalb Berlins „Berliner“, „Kreppel“ oder „Puffe“. Aber der Krapfen ist auch international unterwegs. Fast ĂŒberall auf der Welt gibt es Krapfen. In Frankreich heißt er „Boule de Berlin“ und in England „Jelly Doughnut“. So viele Namen er hat, so viele Varianten gibt es.

Unterschiedliche FĂŒllungen

đŸ€ĄÂ Krapfen werden aus Hefeteig herstellt und in Fett oder Butterschmalz gebacken.

đŸ€ĄÂ Das Fett muss eine gute QualitĂ€t haben, da es hoch erhitzt wird.

đŸ€ĄÂ GefĂŒllt wird er mit fruchtiger Marmelade, Eierlikör oder mit zarter Schokocreme.

đŸ€ĄÂ Auch bei der traditionellen MarmeladenfĂŒllung gibt es Unterschiede.

đŸ€ĄÂ Im SĂŒden Deutschlands und in Österreich werden Krapfen mit MarillenkonfitĂŒre oder Hagebuttenmark gefĂŒllt.

đŸ€ĄÂ Im Norden Deutschlands nimmt man dazu rote Marmelade.

đŸ€ĄÂ In Ostdeutschland fĂŒllt man die sĂŒĂŸe Kugel mit Pflaumenmus. 

đŸ€ĄÂ Moderne Rezepte verwenden fĂŒr die FĂŒllung Sahne, Vanillecreme oder Nougat.

đŸ€ĄÂ Anschließend werden die  Krapfen mit Zuckerguß oder mit Puderzucker garniert.

đŸ€ĄÂ Am Rosenmontag und Faschingsdienstag kann es passieren, dass man einen Krapfen mit Senf, Zwiebeln oder SĂ€gespĂ€ne bekommt. 😖😖😖

Eine andere Variante ohne FĂŒllung sind die bayerischen Ausgezogenen.

Noch mehr leckere Backrezepte finden Sie in unserem Blog.

Das Rezept fĂŒr Bayerische Ausgezogene

Krapfen

Zutaten:

500 g Mehl
200 ml Milch
50 g Butter
1 TL Zucker
2 Eier
1 WĂŒrfel Hefe
Prise Salz
Fett zum Ausbacken (Butterschmalz oder neutrales Öl)

Puderzucker zum Garnieren

Zubereitung:

Mehl, Zucker, weiche Butter mit der zimmerwarmen Mich und Salz in eine HefeteigschĂŒssel geben. Das Ei und die zerbröckelte Hefe dazu geben. Alles zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Der Teig sollte schön weich sein, wenn er zu fest ist, etwas Milch zugeben.
Den Teig in zwölf Portionen aufteilen und zu Kugeln formen. Etwas flach drĂŒcken und mit Öl bestreichen. Mit einem Geschirrtuch bedecken und eine halbe Stunden gehen lassen. Nach der Ruhezeit die HĂ€nde etwas einölen und die Teiglinge zur Seite hin ausziehen. Öl in einem Topf erhitzen oder Fritteuse anschalten. Mit einem Holzstiel testen, ob das Öl heiß genug ist. Wenn es Blasen wirft, ist die Temperatur richtig. Je zwei KĂŒchle ins Fett geben und mit dem Öl ĂŒberschöpfen. Die KĂŒchle goldbraun backen. Dann mit einem Abseihlöffel herausnehmen und auf einem KĂŒchenkrepp abtropfen lassen. Nach Geschmack mit Puderzucker bestĂ€uben.
Am besten schmecken die KĂŒchle, wenn sie noch warm sind.

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