Zahnpflege heute und einst

Die Zahnpflege: Einst, heute und in Zukunft

Die Zahnpflege: Einst, heute und in Zukunft

Liebe Leser,

Die Geschichte der Zahnpflege begann bereits vor einigen tausend Jahren.

Schon vor 5.000 Jahren wurden Reinigungspasten zum Abschleifen des Zahnbelags verwendet. Es wurden Tierhufe und Knochen, aber auch Eierschalen, die zu Pasten zerrieben wurden, gegen Plaque eingesetzt.

In in Ägypten nutzte man ausgefranste Wurzeln und Zweige zur Zahnreinigung und die alten Römer benutzten vor 2.000 Jahren schon Zahnpulver zur Zahnpflege. Sie verwendeten zerriebene Knochen, Tierhorn, Muschelschalen und Bimsmehl.

In Indien zerkaute man faserige Zweige und Stöckchen und verwendeten diese als Zahnbürste. Es wurden Mischungen aus Sesamöl, Honig, Ingwer, Zimt, Salz und Muskatnuss als Zahnputzmittel genommen.

Um 1500 verwendeten Chinesen Zahnbürsten aus Bambus und Knochen, die mit Schweineborsten bestückt wurden.

Im Jahr 1780 wurden in England zum ersten Mal in einer Fabrik professionell Zahnbürsten hergestellt. Dafür verwendete man Knochen und das Fell von Kühen. Die Zahnbürsten waren jedoch so teuer, dass sich nur Adelige diesen Luxus leisten konnten. Zahnbürsten galten damals als Statussymbol.

Der Amerikaner Washington Sheffield erfand 1850 erfand die erste Zahnpasta durch Zugabe von Glycerin.

Beginnend mit dem 19. Jahrhundert produzierte man in Fabriken Zahnpulver mit Putzkörper aus Marmorpulver, Bims- oder Ziegelmehl u.ä. Auch Apotheker mischten Zahnpulver, das dann in Tütchen oder Dosen verpackt verkauft haben. Zur Geschmacksverbesserung gab man dem Pulver Pfefferminzöl, Menthol, Honig, Zucker oder Veilchenöl bei. Auch entzündungshemmende Substanzen wie Nelken, Salbei und auch Kokain wurden zugegeben. Das Zahnputzpulver wurde mit Karmin eingefärbt, um Zahnfleisch und Lippen beim Zähneputzen rot einzufärben. Das entsprach dem damaligen Schönheitsideal.

Mit der Erfindung von künstlichen Fasern um 1938 konnte man bezahlbare Zahnbürsten für alle herstellen. Die ersten Borsten waren jedoch so hart, dass es häufig zu Zahnfleischverletzungen kam. Erst 1950 kam weicher Nylon auf den Markt und so konnte man Zahnbürsten mit angenehm, weichen Borsten produzieren.

Parallel wurde auch das Zahnpulver weiter entwickelt. Es wurden feinere Reibstoffe wie z.B. Kreide verwendet. Für den Geschmack wurde Zucker und Menthol beigegeben. Diese Zahnpasta wurde schon in Tuben abgefüllt und blieb so länger frisch und haltbar.

Die ersten Zahnpasten in Massenproduktion hieß Colgate und Kalodont. 1955 produzierte Procter & Gamble die erste fluoridhaltige Zahnpasta.

Für herkömmliche Zahnpasten benutzt man heute Silikatverbindungen, Schlämmkreide und Marmorpulver. Diese Inhaltsstoffe wirken gegen Plaque und schädliche Bakterien.

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Umweltbewusste und ökologische Verbrauchen suchen heute nach natürlichen Alternativen.
Es werden immer mehr biologisch abbaubare und natürliche Zahnbürsten verwendet.
Zahncremes und Mundwasser werden selbst zubereitet.
Mund und Zähne sollen mit natürlichen Substanzen gepflegt und gereinigt werden.
Zudem möchte man bewusst auf unverträgliche und unerwünschte Inhaltsstoffe,
sowie auf Chemikalien verzichten. Ein wichtiger Gesichtspunkt ist auch die Vermeidung von Plastik und unnützen Verpackungen.

Wir haben unserem Blog Wissenswertes, Rezepte und Geschichten “Rund um Zahnpflege” zusammen getragen.

Wir wünschen viel Spaß!

niki

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